H2-Atemtest

Den Unverträglichkeiten auf der Spur

Zur Abklärung gewisser Nahrungsmittelunverträglichkeiten z.B. auf Lactose (Milchzucker), Fructose (Fruchtzucker), oder auf bakterielle Fehlbesiedlung (Glukosetest) können sogenannte H2-Atemtests durchgeführt werden. Hierbei wird eine hochkonzentrierte Lösung getrunken. Im Verlauf der folgenden 3 Stunden wird in jeweils 20-30 minütigen Abständen der Wasserstoffgehalt in der Ausatemluft gemessen.

Das Wirkprinzip des Atemtests basiert auf der Bildung von Wasserstoff durch den bakteriellen Abbau des in der Lösung in hoher Konzentration befindlichen jeweiligen Zuckers. Wird ein Zucker nicht richtig verdaut - z.B. aufgrund eines Mangels an den zur Verstoffwechslung der entsprechenden Nahrungsmittel erforderlichen Enzymen im Dünndarm, so wird im Darm durch Bakterien Wasserstoff (H2) gebildet. Dieser gelangt über das Blut über den Lungenkreislauf und damit in die Atemluft. Die Wasserstoffkonzentration kann dann beim Ausatmen mit einem kleinen elektrochemischen Messgerät gemessen
werden.

Beim Vorliegen einer entsprechenden Intoleranz erfolgen meist Reaktionen wie i.a. Bauchschmerzen, Blähungen u./o Durchfall - die zwar unangenehm - aber harmlos und nur vorübergehend sind. Doch geben uns diese Reaktionen in Kombination mit den ausgewerteten Messergebnissen klare Aussagen zum Vorliegen und zur Stärke der Intoleranz.


Bitte beachten:
Aufgrund der aktuellen Pandemie können diese Tests aus hygienischen Maßnahmen zur Zeit nicht durchgeführt werden.